Part 4: Malaria in den Bergen Ngaras

Aktualisiert: 10. Juni


Rulenge, der Sitz von Kivuko, und Kabanga, wo die Klinik steht, befinden sich im Distrikt Ngara. Der Distrikt stellt nicht nur die Grenzregion am Dreiländereck Burundi, Ruanda und Tansania dar – der Distrikt ist auch Teil des Berglandes und reicht teils über 1 800 Höhenmeter hinaus. Klar hat das Leben in der Höhe einige Nachteile wie etwa die dünne Luft oder auch die gefährlichen Bergstraßen.


Es hat in den Malariaregionen dieser Welt aber auch einen klaren Vorteil (neben der traumhaften Aussicht und dem angenehmen Klima verglichen zur schwülen Küste): Je höher man kommt, desto weniger Moskitos, die Malaria übertragen.

Und tatsächlich war es so, dass hohe Gebiete kaum mit Malaria zu kämpfen hatten. Oft wurden deshalb auch Malaria-Aufklärungs-Kampagnen nicht oberhalb einer bestimmten Höhengrenze durchgeführt (siehe hier).




Jedoch weicht sich diese Grenze auf beziehungsweise wandert sie nach oben. Das wird schon seit einigen Jahren beobachtet (siehe hier oder hier). Was steckt dahinter? Es ist eine der größten Veränderungen und eine unsere größten Herausforderungen: Der Klimawandel. Durch die Erderwärmung steigen auch in den Hochländern und Bergen die Temperaturen – häufig vor allem dort besonders stark. Für Moskitos bedeutet das, dass neue Habitate (Lebensräume) geschaffen werden, in denen sie sich wohlfühlen. Als Konsequenz gibt es größere Moskitovorkommen, womit leider auch das Risiko für Ansteckungen steigt.


So weit oben liegt Ngara. Ein Schutz vor Malaria ist das nicht (mehr) ...


In diesen drei Videos haben wir Menschen aus der Region gefragt, wie oft sie in den letzten zwei Jahren Malaria hatten. Was man daraus mitnehmen kann? Es findet wohl eine Veränderung statt.

So zeigt sich, dass der Klimawandel nicht nur zu mehr Naturgefahren wie Hochwasser oder Dürre führt, sondern auch zu neuen Herausforderungen für den Gesundheitssektor. Auch für die Menschen bedeutet das natürlich eine Umstellung. Das Vorbeugen gegen Malaria wird immer wichtiger werden. Dafür ist es notwendig, dass alle Menschen Bescheid wissen, dass sich die Risikolage mit dem Klimawandel ändern kann. Wo Malaria vor 10 Jahren kaum ein Thema war, ist die Prävention in Zukunft ein Muss.


Deshalb ist es Standard, dass das Thema Malaria bei Arztgesprächen und auch in der Apotheke immer wieder angesprochen wird. Vor allem hinsichtlich der Prävention. Dazu werdet ihr in einem späteren Beitrag noch mehr hören. Im Juni heißt es aber erstmal: Wie sieht es eigentlich bei uns in Deutschland mit Malaria aus…?


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