Gesundheitsfonds

Armut begünstigt Krankheit und Krankheit begünstigt Armut. Wer in einem Land wie Tansania in diesen Teufelskreis geraten ist, kann diesem von alleine kaum entkommen. Dadurch, dass eine Krankenversicherung für viele Menschen zu teuer ist oder die Leistungen nicht alle Behandlungen abdecken, können sie sich Arztbesuche oft nicht leisten, wodurch sich aus eigentlich leicht behandelbaren Krankheiten schnell chronische und lebensgefährliche Leiden entwickeln können.
Das klassische Beispiel ist Malaria: Innerhalb der ersten Tage ist eine Behandlung günstig und verhältnismäßig leicht durchzuführen. Wartet man jedoch länger, wird meist eine stationäre Versorgung nötig und oft führt die Krankheit sogar zum Tode. Solchen Risiken wirkt der Gesundheitsfonds von Kivuko e.V. entgegen.
Es wurden bisher die unterschiedlichsten Fälle behandelt. Kinder mit Knochenbrüchen oder Verbrennungen, die ohne ärztliche Versorgung chronische Missbildungen davon getragen hätten und denen dadurch der Weg in ein selbstständiges Leben verbaut worden wäre. Frauen, die nach einer Vergewaltigung durch medizinische Versorgung beim Zurückfinden in den Alltag unterstützt wurden. Männer mit Arbeitsunfällen, die unbehandelt nicht mehr in der Lage gewesen wären, für ihre Familien zu sorgen. Dies hätte für ihre Kinder eine Zukunft ohne Perspektive bedeutet.

Zufriedene ältere Herren, die durch Kivuko e.V. eine Behandlung erhielten

Das Klinikgelände läd zum Spielen ein

Was uns dabei wichtig ist: Menschen werden befähigt, sich mit etwas Unterstützung selbst aus dem Teufelskreis aus Armut und Krankheit zu befreien. Das Ziel ist, dass sie nach einer Behandlung wieder in der Lage sind, für sich selbst und ihre Angehörigen zu sorgen. Dass bei dieser Soforthilfe auch der nachhaltige Aspekt erfüllt werden kann, ist der Verdienst des Teams vor Ort in Rulenge.
Durch Kompetenz, Erfahrung und der Kenntnis der Umstände vor Ort können Sister Laurensia und der Arzt Martine Mwampamba derartige Situationen erkennen, eingreifen und durch Nachsorge und anschließende Betreuung den Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Wenn finanzielle Ressourcen in der Familie oder im Dorfverband vorhanden sind, werden die Behandlungen lediglich bezuschusst. Viele PatientInnen können nach der Genesung auch wieder einen Teil der Behandlungskosten zurückzahlen. Somit steht wieder Geld zur Verfügung, das für andere Menschen, die sich gerade in einer Notsituation befinden, verwendet werden kann.

Interview mit Sr. Laurensia zum Gesundheitsfonds

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Kivuko e.V.
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Sparkasse Coburg – Lichtenfels