Reisebericht: Besuch von Klienten des Gesundheitsfonds


Natürlich nutzten wir die Zeit auch um Klienten unseres Gesundheitsfonds zu besuchen. Ich muss sagen, ich war schwer beeindruckt vom Engagement unserer Kooperationspartner vor Ort, denn jeder unserer Klienten wurde zuhause besucht, um die familiäre und finanzielle Situation zu überprüfen. So wird sichergestellt, dass auch wirklich nur die Personen Unterstützung erhalten, die sie auch wirklich dringend benötigen. Zudem wurde auch nach den Behandlungen kontrolliert, ob die Klienten vollständig genesen sind oder weitere medizinische Betreuung notwendig ist. Dies ermöglicht eine nachhaltige Arbeit.


Häufig befinden sich unsere Klienten auch gerade in Notsituationen und können sich deswegen selbst nicht helfen. Unsere KooperationspartnerInnen unterstützen diese dann ihre soziale Ressourcen (Nachbarn, Freunde, Angehörige) zu erkennen und Hilfe zu mobilisieren. So erhalten wir manchmal im Nachhinein sogar Teile der Behandlungskosten zurück, dieses Geld wird dann wieder für neue Klienten verwendet. Da viele der Häuser von unserer Zielgruppe mit dem Auto kaum zu erreichen sind, leihen sich Martine und Sr. Laurensia meist ein Motorrad. Doch selbst damit blieben wir manchmal stecken oder mussten es stehenlassen um zu Fuß weiter zu gehen.




Aber leider kommt unsere Unterstützung auch manchmal zu spät. So musste ich das Grab eines kleinen Mädchens besuchen, die der Leukämie erlag. Auch ein Klient, den ich Anfang August mit ins Krankenhaus gebracht, Blut für die dringende Operation gespendet habe und täglich einen Besuch im Krankenhaus abgestattet hatte, ist an meinem letzten Tag in Rulenge an seiner Krankheit gestorben. Die Familie war so verarmt, dass sie sich nicht einmal mehr einen Sarg oder den Transport des Leichnams leisten konnte. So zimmerte Martine aus einigen Holzbrettern einen Sarg, wir kauften ein Tuch und er brachte den Leichnam seiner Familie zurück. Jedoch hatten wir auch schon viele tolle Erlebnisse durch unseren Gesundheitsfond.



Was mich am meisten gefreut hat ist, dass ein Großteil unsere Klienten ihr Leben nach der Genesung wieder selbstständig in die Hand nehmen und ihre Familien aus der misslichen Lage herausbringen wollen. So konnte ich miterleben, dass ein taubstummer junger Mann nach seiner Operation anfing seinen Lebensunterhalt mit Viehzucht und Landwirtschaft zu bestreiten. Häufig siedeln Klienten nach ihren Behandlungen in andere Orte  um, wo sie besser ihre Geschäfte tätigen können. Ein Mann, der von Banditen zusammengeschlagen worden ist und seitdem humpelt heiratete nach seiner Genesung und gründete eine Familie. Ein andere Klient, der mit seiner Familie in einer Baracke hauste, fing nach seiner OP an ein neues Zuhause zu bauen.


Solche Geschichten bestätigen uns, dass unsere Notfallhilfe sinnvoll und notwendig ist. Und ich danke unseren KooperationspartnerInnen für ihr Engagement ein Großteil ihrer Freizeit mit der Arbeit von Kivuko zu verbringen.

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