Auf gehts in die Nachhaltigkeit - Ergebnisse der ersten Generalversammlung

Am Samstag, den 21.01.2017 hielten wir von Kivuko e.V. unsere erste Generalversammlung im katholischen Pfarrheim in Ebensfeld ab. Da leider nicht alle Mitglieder und Interessierten an diesem Termin Zeit hatten, wollen wir euch hiermit auf dem Laufenden halten.

Im Verlaufe dieser Sitzung berichteten wir über unsere Arbeit, die wir seit Gründung geleistet haben. Unser Kassier Christopher Klier informierte außerdem alle Teilnehmer über unsere finanzielle Situation. Unser Gesundheitsfond kann mittlerweile vollständig aus unseren Mitgliedsbeiträgen finanziert werden, was für uns ein voller Erfolg darstellt.

Seit der Fond im September 2015 gegründet wurde, konnten wir bereits 30 Patienten eine medizinische Behandlung ermöglichen. Unsere Kooperationspartner in Rulenge erklärten uns zudem, dass alle Patienten unter einem sehr kritischen Gesundheitszustand gelitten hatten und ohne unsere Unterstützung gestorben wären.


Gesundheitsfond

Da alle unsere Patienten als Notfallpatienten einzustufen wären, haben wir Rücksprache mit unseren Partnern Martine Mwampamba, Sr. Laurensia Kanyange und Sr. Evodia Desderius gehalten und unseren Mitgliedern den Wunsch unterbreitet die Unterteilung zwischen dem monatlichen Gesundheitsfond – Budget und dem „Notfallgeld“ zu streichen. In der Abstimmung stimmten alle Anwesenden dafür.

Ab sofort gibt es das Notfallgeld also nicht mehr. Dafür haben wir einstimmig beschlossen unseren Gesundheitsfond von den monatlichen 100 € auf 200 € aufzustocken. Das monatliche Benzingeld von 25 € bleibt. Dies soll unserem Team in Rulenge weiterhin ermöglichen unsere Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt zuhause zu besuchen, um eventuell erforderliche Nachsorgeuntersuchungen durchzuführen. Dadurch sollen Krankheitsrückfälle vermieden werden.



Neuwahlen

Außerdem stand die Wahl unserer neuen Vorstandschaft an. Unser Mitglied Harald Klier erklärte sich dazu bereit, mit Unterstützung von Otto Weidner, diese Wahlen durchzuführen.


Erste Vorsitzende: Corinna Haßler

Stellvertretende Vorsitzende: Kathrin Blank

Zweite Stellvertretende Vorsitzende: Franziska Stöhr

Kassenwart: Christopher Klier

Schriftführerin: Eva Schmiedeberg

Beisitzerinnen: Teresa Dorsch und Luitgard Haßler

Kassenprüfer: Alexandra Keller und Ernst Haßler

Claudia Engel und Ellinor Mmochi traten aus der Vorstandschaft aus. Wir bedanken uns noch einmal herzlich für ihr Engagement für Kivuko, die beiden waren uns in den letzten Monaten eine tolle Unterstützung. Vielen Dank!


Nachhaltige Projekte

Da wir seit Gründung unseres Vereins zahlreiche Unterstützung durch Spenden erhielten, sehen wir uns nun auch endlich in der Lage in nachhaltige Projekte zu investieren. Unser Gesundheitsfond arbeitet in der Notfallhilfe und kann daher viel Gutes tun. Für unsere Vorstandschaft ist es aber auch ein zentrales Thema, den Menschen in Rulenge langfristigere Unterstützung zu bieten und sie zudem auch zur Selbsthilfe zu befähigen! Die Leute sollen nicht auf Dauer von der Hilfe aus dem Ausland angewiesen sein. Deshalb haben wir unseren Mitgliedern einige Ideen unterbreitet. Am Ende beschlossen wir uns einstimmig dazu, 3 junge Männer ihrer Ausbildung zu finanzieren. Unsere Beweggründe werden wir euch in unserem nächsten Eintrag genauer vorstellen.


Außerdem haben wir uns einstimmig das Ziel gesetzt eine kleine Klinik in Kabanga, einer Ortschaft etwa 30 km von Rulenge entfernt zu bauen. Kabanga hat momentan keine ärztliche Versorgung. Für eine Behandlung müssen die Einwohner in die 30 km entfernte Stadt Ngara gelangen. Ein Großteil der Bevölkerung kann sich aber häufig keine Busfahrt leisten, die Strecke von 30 km ist zudem im kranken Zustand kaum zu meistern. Die Apotheke, die es in Kabanga gibt ist außerdem auf Profit aus und verlangt daher meist das Vierfache vom Normalpreis. Die Leute zögern deshalb einen Arztbesuch viel zu lange hinaus, oft ist ihr Zustand schon sehr kritisch bis wir von Kivuko Informationen darüber erhalten. Dadurch müssen die Erkrankten tage – oder wochenlang im Krankenhaus betreut werden. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen wollen wir eine kleine Gesundheitsstation errichten, die eine Apotheke, ein Labor, ein Untersuchungszimmer und eine Anmeldung beinhaltet. Hier sollen die Menschen eine einfache medizinische Betreuung und Medikamente erhalten – und dies zu fairen erschwinglichen Preisen. Kinder unter 5 Jahren und schwangere Frauen werden zudem kostenlos betreut. Dadurch soll es allen kranken Menschen in Kabanga und der Umgebung ermöglicht werden schon frühzeitig eine ambulante Behandlung zu erhalten, bevor ihr Zustand so kritisch wird, dass sie im Krankenhaus von Rulenge oder Ngara tagelang stationär behandelt werden müssen und dadurch ihre Behandlungskosten für sie ins Unerschwingliche steigen. Außerdem werden wir 1 KrankenpflegerIn, 1 LaborantIn, 2 pharmazeutische Angestellte und 1 BuchhalterIn einstellen und somit einen sicheren Arbeitsplatz ermöglichen.


Zukünftiges Klinikgelände

Unsere Kooperationspartner vor Ort haben sich schon einige Male mit den Behörden getroffen um unseren Plan abzusichern und zu kalkulieren. Baukosten, Arbeiter, ein Grundstock an Medikamenten, Laborausstattung etc. alles in Allem rechnen wir damit 13.500 € für unsere Klinik zu benötigen. Sobald wir das benötigte Geld gesammelt haben kann unser Vorhaben beginnen – wir hoffen sehr, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird.

Wir sind euch für jegliche Unterstützung sehr dankbar.



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